Weiße Fliegen und Tomatenviren im Gewächshaus: gesunde Jungpflanzen schützen und Ausbreitung eindämmen
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Einige Arten der Weißen Fliege können bestimmte Tomatenviren übertragen: Beispielsweise überträgt die Tabakmottenschildlaus (Bemisia tabaci) das Tomato yellow leaf curl virus (TYLCV) und die Gewächshausmottenschildlaus (Trialeurodes vaporariorum) das Tomato infectious chlorosis virus (TICV). Nicht jede Weiße Fliege überträgt jedes Virus. Am wirksamsten ist es, mit gesunden Jungpflanzen zu starten, angelieferte Pflanzen zu kontrollieren, Werkzeuge und Flächen sauber zu halten, wo praktikabel geeignete Insektenschutznetze einzusetzen, Weiße Fliegen und Symptome wöchentlich zu überwachen, Verdachtspflanzen nach örtlichen Vorgaben zu behandeln und frühzeitig die Pflanzenschutzberatung einzubeziehen.
Hilfe zur Erkennung, keine Diagnose. Virussymptome können Nährstoff-, Chemikalien- oder Klimaschäden ähneln; nur ein Labortest bestätigt ein Virus. Wenden Sie sich an Ihre regionale Pflanzenschutzberatung.

Welche Weißen Fliegen übertragen welche Tomatenviren?
Weiße Fliegen saugen Pflanzensaft, und manche Arten können Viren von infizierten auf gesunde Pflanzen übertragen. Die Beziehung ist spezifisch: Ein bestimmtes Virus wird von bestimmten Arten übertragen.
Von UC IPM dokumentierte Beispiele sind das TYLCV, übertragen durch Bemisia tabaci, und das TICV, übertragen durch die Gewächshausmottenschildlaus. Ein verwandtes Virus, das Tomato chlorosis virus (ToCV), wird von mehreren Arten übertragen. Welche Arten und Viren relevant sind, hängt von Ihrer Region ab.
Warum sind gesunde Jungpflanzen so wichtig?
Infizierte oder befallene Jungpflanzen können Überträger und Virus zugleich in eine neue Kultur bringen. Früh infizierte Pflanzen sind meist am stärksten betroffen. Bezug von zuverlässigen Jungpflanzenbetrieben, Kontrolle jeder Lieferung und Schutz junger Pflanzen verringern das Risiko, Probleme zu Kulturbeginn einzuschleppen.
Was gehört zu einer IPM-Checkliste im Gewächshaus?
- Angelieferte Pflanzen einschließlich der Blattunterseiten kontrollieren, bevor sie in die Produktion gehen; verdächtige Partien getrennt halten.
- Werkzeuge, Tische, Wagen und Anzuchtbereiche reinigen sowie Unkraut und Durchwuchs in und um das Gewächshaus bekämpfen, die Weißen Fliegen oder Viren als Wirt dienen können.
- Wo praktikabel geeignete Insektenschutznetze an Lüftungen und Türen einsetzen und prüfen, dass die Lüftung nicht unter den Bedarf der Kultur sinkt.
- Weiße Fliegen mit Gelbtafeln und Blattkontrollen überwachen und Zählungen wöchentlich je Abteil festhalten.
- Auf virusverdächtige Symptome achten und Verdachtspflanzen nach örtlichen Vorgaben behandeln, gegebenenfalls Entfernung in geschlossenen Säcken.
- Kulturpausen und das Räumen von Pflanzenresten zwischen den Sätzen erwägen, wenn die örtliche Beratung dies empfiehlt.
- Die Pflanzenschutzberatung zu regional relevanten Arten und Viren, resistenten Sorten und Möglichkeiten der biologischen Bekämpfung befragen.
Was ist mit Insektiziden und Nützlingen?
Verwenden Sie nur Mittel, die in Ihrem Land für Tomaten und Ihr Anbausystem zugelassen sind, und halten Sie sich genau an die Gebrauchsanleitung; Weiße Fliegen können Resistenzen entwickeln, daher ist örtliche Beratung wichtig. Biologische Bekämpfung wird in vielen Gewächshäusern eingesetzt. Fragen Sie Ihre Pflanzenschutzberatung oder eine sachkundige Fachperson, welche Optionen infrage kommen. Dieser Leitfaden empfiehlt keine Mittel oder Aufwandmengen, und kein Programm garantiert eine Tilgung.
Wöchentlicher Kontrollbogen: Weiße Fliegen und virusverdächtige Symptome
Hängen Sie die Gelbtafeln jede Woche an dieselben Stellen und notieren Sie die Zählungen je Tafel und Abteil.
| Prüfpunkt | Wo | Notizen / Anzahl |
|---|---|---|
| ☐ Adulte Weiße Fliegen auf Gelbtafeln | ||
| ☐ Adulte, Eier oder Larven auf Blattunterseiten | ||
| ☐ Angelieferte Jungpflanzenpartie kontrolliert (Lieferant, Datum) | ||
| ☐ Vergilbung, Einrollen oder Stauchung am jungen Austrieb | ||
| ☐ Aufhellung zwischen den Blattadern oder Chlorose an älteren Blättern | ||
| ☐ Unkraut oder Durchwuchs nahe Türen und Lüftungen |
Checkliste zur Beobachtung des Gewächshausklimas
- Temperatur und relative Luftfeuchte in Bestandshöhe morgens und abends erfassen.
- Kondenswasser an Dach, Wänden oder Blättern notieren und wie lange Blätter nass bleiben.
- Prüfen, ob Ventilatoren und Lüftungsklappen wie eingestellt laufen und die Luft auch dichte Bestände erreicht.
- Beginn und Ende der Bewässerung notieren und ob Laub oder Boden bis zum Abend nass bleiben.
- Kalte Zonen, Tropfwasser von der Konstruktion und schlecht entwässerte Bereiche notieren.
- Änderungen an Heizung, Schirmen oder Lüftung in dieser Woche festhalten.
Häufige Fragen
Übertragen alle Weißen Fliegen Tomatenviren?
Nein. Die Übertragung ist spezifisch: Bestimmte Arten übertragen bestimmte Viren. Bemisia tabaci überträgt zum Beispiel das TYLCV, die Gewächshausmottenschildlaus das TICV.
Kann man ein Virus allein an den Symptomen erkennen?
Nicht zuverlässig. Virussymptome können Nährstoff-, Chemikalien- oder Klimaschäden ähneln. Zur Bestätigung ist ein Labortest über die regionale Pflanzenschutzberatung nötig.
Lassen sich Weiße Fliegen und Viren aus einem Gewächshaus tilgen?
Eine Tilgung kann nicht zugesagt werden. Gesunde Jungpflanzen, Netze, Hygiene, Überwachung und örtliche Beratung helfen, Einschleppung und Ausbreitung zu verringern.
Sollte jedes Gewächshaus Insektenschutznetze haben?
Netze können Weiße Fliegen fernhalten, wo es praktikabel ist, verringern aber auch den Luftaustausch. Prüfen Sie Lüftungs- und Klimabedarf, bevor Sie ein Netz wählen.
Planungswerkzeuge von SeedMatch
- Klimasteuerung für Gewächshäuser (auf Englisch)
- Sensoren und Automatisierung (auf Englisch)
- Gewächshaus-Klimarechner (auf Englisch)
- Planung der Tropfbewässerung (auf Englisch)
Optional: Wenn Sie Klima-, Netz- oder Bewässerungsmaßnahmen für ein kommerzielles Projekt planen, prüft unser Team Anfragen, bevor unabhängige Anbieter angesprochen werden.
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